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Alfred Angerer & Sina Berger – Der ZHAW Digital Health Report 2025/26

109 Organisation/Strukturen Pharma/Medtech Krankenversicherung Leistungerbringer Spitex Arztpraxen Spitäler

Am 3. September 2025 erscheint der neue ZHAW Digital Health Report 2025/26! In dieser Folge geben Alfred Angerer und Sina Berger einen Vorgeschmack:

  • Wo steht die Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens?
  • Welche Akteure sind beim Thema Digitalisierung fit – und wer hinkt hinterher?
  • Was wünschen sich Bürger:innen und Mitarbeitende von Digital Health?

Zwischen Kano-Befragungen, Empathy Maps und dem eigens entwickelten Reifegradmodell zeichnen die beiden ein differenziertes Bild: von Arztpraxen, die beim Digitalisierungsgrad noch am Anfang stehen, bis zur Pharma-Branche, die digital klar vorne liegt. Und zu guter Letzt: Wo sehen Expert:innen das Schweizer Gesundheitswesen in fünf Jahren?

Eine Folge, die nicht nur Zahlen liefert, sondern zeigt, warum die Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen Hoffnung gibt und neue Chancen bedeutet.  

Hier geht’s direkt zum vollständigen Report: https://www.mwv-berlin.de/meldung/!/id/593

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Hauptsponsoren des Reports CSS, Swiss Post und Galenica sowie bei den weiteren Sponsoren ZURZACH Care Unternehmensgruppe, SWICA Organisation de Santé und AD Swiss Net AG.

#MarktplatzGW #DigitalHealth #DigitalHealthReport #Reifegradmodell #Digitalisierung

Fragen und Antworten

Sina arbeitet seit 2018 im Team Management im Gesundheitswesen. Gemeinsam mit Alfred spricht sie über die Ergebnisse des neuen Digital Health Reports.

Der Report untersucht, wie fit wichtige Akteure des Schweizer Gesundheitswesens bei der Digitalisierung sind. Er erscheint alle zwei Jahre und entstand über rund eineinhalb Jahre.

Untersucht wurden Apotheken, Arztpraxen, Krankenversicherungen, Pharmaunternehmen, Spitäler und Spitex-Organisationen. Die Auswahl verbindet wichtige Bereiche des Gesundheitswesens mit den Interessen des Teams.
 

Der Report verbindet Marktanalysen, eine Kano-Befragung, Empathiekarten, ein digitales Reifegradmodell und Zukunftsprognosen. So kommen die Sichtweisen der Bevölkerung, der Mitarbeitenden und von Fachpersonen zusammen.

Von 2018 bis zur Entstehung des Reports wuchs der Markt jährlich um rund 25 Prozent. Für die Zukunft wird eher mit sieben Prozent gerechnet, was weiterhin deutlich über dem allgemeinen Wirtschaftswachstum liegt.
 

Die Bevölkerung ist weiterhin offen für Digitalisierung und vertraut Staat und Organisationen. Auch die Diskussion um eine neue gesetzliche Grundlage für das EPD sowie die dynamische Startupszene stimmen positiv.

Sie untersucht den Zusammenhang zwischen erfüllten Kundenanforderungen und Zufriedenheit. Damit lässt sich erkennen, welche digitalen Angebote begeistern, erwartet oder abgelehnt werden.

Die 210 Befragten sahen vor allem die Ärzteschaft oder alle beteiligten Akteure gemeinsam in der Verantwortung. Sich selbst wollten die Patientinnen und Patienten diese Aufgabe am wenigsten zuschreiben.

Die Idee teilte die Befragten. Ein Teil fände Apotheken als digitale Datenintegratoren begeisternd, während die andere Hälfte darin keinen besonderen Nutzen sah.

Videoanleitungen für pflegende Angehörige wurden als Begeisterungsmerkmal bewertet. Sie könnten beispielsweise dabei helfen, eine Wundpflege selbst korrekt durchzuführen.

Eine Aufklärung durch KI Avatare löste ebenso wenig Begeisterung aus wie Pflegeroboter. Die neutrale Haltung gegenüber Robotern bedeutet aber auch, dass die Mehrheit sie nicht grundsätzlich ablehnt.

Empathiekarten machen sichtbar, was Mitarbeitende zur digitalen Gesundheit denken, hören, fühlen, sehen und sagen. Grundlage dafür waren qualitative Interviews mit Beschäftigten der sechs untersuchten Bereiche.
 

Die meisten zeigten sich grundsätzlich positiv und erhofften sich mehr Effizienz und Unterstützung. Digitale Werkzeuge sollen Menschen entlasten, aber den persönlichen Kontakt nicht ersetzen.
 

Die Lösungen müssen einfach zu bedienen sein und von genügend Schulungszeit begleitet werden. Das gilt für ältere und jüngere Mitarbeitende gleichermassen.
 

Es bewertet Technik, Daten, Menschen und Organisation auf einer Skala von eins bis zehn. Fachpersonen schätzten dabei nicht ihre eigene Organisation, sondern den typischen Stand einer ganzen Branche ein.
 

Arztpraxen erreichen 3,4 Punkte, Apotheken 4,1 und Spitex-Organisationen 4,6. Kleine Strukturen und begrenzte Ressourcen bremsen oft, während die Spitex bei ihrer Digitalisierungskultur positiv auffällt.

Spitäler liegen im Mittelfeld, Krankenversicherungen erreichen 6,0 Punkte und die Pharmabranche gewinnt mit 6,8. Pharma überzeugt besonders bei Ressourcen, Strategie, Innovation und Datenmanagement.

Die Fachpersonen schätzen die Wahrscheinlichkeit virtueller MPAs in fünf Jahren im Median auf 70 Prozent. Solche Systeme könnten Anrufe beantworten und Termine direkt vereinbaren.
 

Arztpraxen mit Pflegefachpersonen vor Ort und virtuell zugeschalteten Ärztinnen erhielten nur 30 Prozent Wahrscheinlichkeit. Mehr Zustimmung gab es für Digital-Health-Geräte von Krankenversicherungen, während die selbstverständliche EPD-Nutzung bei mehr als zehn Prozent der Behandlungen mit 45 Prozent bewertet wurde.
 

Ohne digitale Hilfe bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke. Technik soll die belastende Arbeit übernehmen, damit Menschen mehr Kraft für Nähe und Emotion haben.

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